Hl. Markus der Asket

Über den richtigen Umgang mit Kummer



 

 

 

 

Quelle: Heiliges Kloster Pantokratoros
Mit freundlicher Genehmigung des Klosters unter www.orthodoxie-in-deutschland.de eingestellt.
Übersetzung: Sr. Matthaia

 

Bedrängnisse bringen den Menschen Nutzen, während durch die Eitelkeit und die Vergnügungen das Schlechte hervorgebracht wird.

Die Anschuldigungen der Menschen bekümmern das Herz, aber sie werden zum Anlass der Läuterung für denjenigen, der sie erträgt.

Falls du zufällig von jemandem Schaden erlitten hast, beschuldigt oder verfolgt worden bist, dann denk nicht an die Gegenwart, sondern schau in die Zukunft; und dann wirst du verstehen, dass dir das großen Nutzen gebracht hat, nicht nur in diesem Leben, sondern auch im zukünftigen und ohne Ende…

Wie die bittere Arznei den Kranken nutzt, so verhält es sich auch mit den schlechten Menschen; manche führen die Drangsale zur Gesundheit der Seele, andere werden durch Krankheit zur Umkehr geführt.

Vergleiche all die Drangsale, die dir in diesem vergänglichen Leben wiederfahren mit den Gütern des ewigen Lebens, und du wirst nie nachlässig befunden werden im Kampf dieses Lebens.

Wer den Drangsalen willentlich aus dem Weg geht, wird wahrhaftig durch die Göttliche Vorsehung schwer leiden.

Die Geduld in den verschiedenen Drangsalen, die uns widerfahren werden, ist eine große Tugend, sowie die Liebe zu denjenigen, die uns hassen…

Tugend ohne Kummer ist unerprobt, weil sie ohne Bedrängnis entstanden ist.

Die Versuchungen sind immer nützlich, wenn wir sie nur mit Ausdauer und Lobpreis Gottes ertragen.

Wehre die Versuchung mit Hilfe der Geduld und des Gebetes ab. Wenn du der Versuchung ohne das widerstehen möchtest, dann wird die Versuchung härter über dich kommen.

 

+ + +