2. Vorfastensonntag
2. Vorfastensonntag - Sonntag des verlorenen Sohns

 

Die Apostellesung dieses Herrntags stellt die christliche Freiheit heraus und steckt damit die Grenzen des Fastengebotes ab: „Alles ist mir erlaubt, aber ich soll mich von nichts beherrschen lassen.“ Damit ist das Fasten jeder fremden Beurteilung von außen entnommen. Es kann daher nach orthodoxem Verständnis auch nicht zum öffentlichen Gesetz werden, zumal es, wie der Herr anweist (Mt 6: 16-18) im Verborgenen geschehen soll. Das Evangelium stellt dann den eigentlichen Sinn der Fastenzeit heraus: Der Aufbruch zur Umkehr zum Vater, der den Verlorenen Sohn mit Freuden aufnimmt und reich beschenkt. Es ist wohl kein Zufall, dass an diesem Sonntag erstmals im Nächtlichen Psalmengebet Ps 136 angestimmt wird. (Sergius Heitz: Mysterium der Anbetung 1.)

Kondak, 3. Ton
Deine väterliche Herrlichkeit habe ich ohne Verstand verlassen. Übel habe ich den Reichtum, den du mir gabest, verschwendet. So rufe ich dir zu die Worte des Verlorenen Sohnes: "Ich habe gesündigt wider dich, barmherziger Vater. Nimm mich auf, der ich umkehre, und lass mich sein wie einer deiner Tagelöhner".

 

INTERESSANTES UND WISSENSWERTES

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Im Glossar finden Sie wichtige Fachbegriffe, die für das Verständnis der Gottesdienste hilfreich sein können.

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Der Schmale Pfad. Orthodoxe Quellen und Zeugnisse. Vierteljährlich erscheinende Schriftensammlung mit Materialien zum orthodoxen Christentum, herausgegeben von Johannes Alfred Wolf.

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Eine Klosterkirche entsteht. Der Klosterhof der Spyridon-Skite baut in Unterufhausen eine Klosterkirche zu Ehren der Verkündigung und des hl. Justin von Celije. Spenden für den Kirchbau werden erbeten.

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Paterikon

"Paterikon" - eine Kinderbuchreihe des Potamitisverlags, die in verschiedenen Sprachen erhältlich ist und kleine Geschichten aus dem Buch der Väter, der Heiligen und aus dem Kirchenjahr vorstellt.

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