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Ikone des Lazarussamstags
Der Lazarussamstag

 

Der Lazarus-Samstag ist ein Festtag, der mit dem nachfolgenden Herrntag der Palmen durch österliche Freude und gemeinsame Troparien verbunden ist. Er hat seinen Namen vom Tagesevangelium, das die Auferweckung des Lazarus erzählt. Die Liturgiefeier an diesem Tage stellt für die orthodoxen Gläubigen eine Vorabbildung der Auferstehung Christi und aller Toten dar. Denn man kann die Passion Christi nur recht verstehen, wenn man stets ihren Ausgang, die Auferstehung, im Blick behält. Daher wird nun unmittelbar vor der Hohen und heiligen Woche ein österliches Freudenfest gefeiert, in dem Christus als Besieger des Todes gegenwärtig geschaut wird. Die Apostellesung, die letzte aus dem Hebräerbrief, klingt aus in das Zeugnis der immerwährenden Gegenwart des unveränderlichen, lebendigen Herrn: ״Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in die Äonen". Die Alleluja-Verse verkünden die Königsherrschaft Christi mit Psalmenworten, die deutlich auf Ostern hinweisen. Österlich ist auch der Taufhymnus, der das Trisagion ersetzt.

Tropar, 1. Ton
Um schon vor Deinem Leiden die gemeinsame Auferstehung zu bezeugen, hast Du Lazarus von den Toten auferweckt, Christus Gott. Darum tragen auch wir, wie damals die Kinder, die Zeichen des Sieges und rufen Dir, dem Besieger des Todes zu: "Hosanna in den Höhen! Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn!"

Kondak, 2. Ton
Die Freude aller, Christus, die Wahrheit, das Licht und das Leben, die Auferstehung der Welt ist erschienen den Erdbewohnern durch Seine Güte. Er bot im Vorbild der Auferstehung die göttliche Vergebung allen dar.

 

 


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