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Karfreitag
Der Heilige und Hohe Freitag - Karfreitag

 

Der Hohe und Heilige Freitag ist liturgielos. An ihm werden die Königlichen Stundengebete gehalten. Im Orthros werden die zwölf Passionsevangelien gelesen mit den dazugehörigen Aniphona und Kathismata.

Während der 15. Antiphon wird das Kreuz aus dem Altarraum herausgetragen und in der Mitte der Kirche aufgestellt. Man singt:
„Heute hängt am Kreuz, der die Erde in Wassern hängen lässt. Mit einem Kranz aus Dornen wird umwunden der König der Engel. Zum Spott wird mit einem Purpur umhüllt, der die Himmel umkleidet mit Wolken. Schläge erhält, der im Jordan den Adam befreite. Mit Nägeln wird angeheftet der Bräutigam der Kirche. Mit einer Lanze wird durchbohrt der Sohn der Jungfrau. Wir verehren deine Leiden, o Christus. Wir verehren deine Leiden, o Christus. Wir verehren deine Leiden, o Christus. Zeige uns auch deine herrliche Auferstehung!“

Das Synaxarion verdeutlicht noch einmal:
„Am Heiligen und Hohen Rüsttag vollenden wir das heilige und heilbringende und entsetzliche Leiden unseres Herrn und Gottes und Erlösers Jesus Christus, das er um unseretwillen freiwillig auf sich nahm: das Anspeien, die Stockschläge, die Misshandlungen, die Beleidigungen, den Spott, den Purpurmantel, das Rohr, den Schwamm, den Essig, die Nägel, den Speer und vor allem das Kreuz und den Tod. Das alles geschah am Rüsttag, aber auch die Heilszusage am Kreuz an den einsichtigen Räuber, der mit ihm gekreuzigt wurde.“

Am Abend des Heiligen und Hohen Freitags findet in der Vesper die Grablegung Christi statt, wobei das Epithaphion (Grabtuch Christi) in der Mitte der Kirche aufgestellt und mit Blumen geschmückt wird.

 


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