Beschneidung des Herrn
Fest der Beschneidung des Herrn
Gefeiert am 01. Januar

 

 

Mit der Feier der Beschneidung des Herrn beginnen wir das neue Jahr. Die Väter haben die Beschneidung Christi interpretiert als das sichtbare Zeichen dafür, dass sich der über dem Gesetz stehende Sohn Gottes freiwillig dem Gesetzt unterworfen hat und uns so Bruder und Vorbild geworden ist. Er hat das Gesetz erfüllt, nicht um seiner selbst willen, sondern um unseretwillen. Er hat unter diesem Gesetz gelitten, aber er kannte ihm gegenüber keinen gedankenlosen, blinden Gehorsam (Mk 7; Mt 5-6 und 23). So wollen auch wir unter dem Gesetz leben als solche, die nicht mehr Sklaven ihrer Trägheit und Selbstsucht sind, sondern immer neu sich befreien lassen zum Dienst in der Liebe. (Sergius Heitz: Mysterium der Anbetung 1).

 

Tropar, 1. Ton
Die Gnade des Herrn will ich ewig besingen! Ohne Veränderung hast Du Menschengestalt angenommen, Gott dem Wesen nach, vielerbarmender Herr. Freiwillig hast Du das Gesetz erfüllt, hast die Beschneidung im Fleisch angenommen, damit die Schatten weichen und die Hülle unserer Leidenschaften fallen, Ehre Deiner Güte, Ehre Deiner Barmherzigkeit, Ehre, o Wort, Deiner unaussprechlichen Herablassung.

Kondak, 3. Ton
Der Herr des Alls erduldet die Beschneidung und schneidet weg als der Gütige die Übertretungen der Sterblichen. So gibt Er heute der Welt die Erlösung. Es freut sich aber in den Höhen auch der Priester des Schöpfers, Er, der Lichtbringer und göttliche Künder des Mysteriums Christi, Basilius.