Glossar - ein kleines liturgisches Lexikon

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A

Aër: Großes Tuch, das zur Verhüllung von Kelch und Diskos bestimmt ist.

Akuluthia (lat. Officium): Folge oder Nachfolge, gemeint ist meist die Abfolge der einzlenen gottesdienstlichen Stücke, die zusammen die Ganzheit eines Gottesdienstes darstellen.

Alleluia: Bedeutet "Lobet JHWH", also "Lobet den Herrn". Alleluia ist die griechische Fassung des hebräischen Hallelujah.

Ambo: Erhöhter Platz immitten des "naos", d.h. des Tempels, also des mittleren Raums der Kirche, wo der Bischofsthron steht, wenn der Bischof nicht oder noch nicht zelebriert und von dem aus Lesungen vorgetragen werden. (Platz des Diakons)

Amen: Hebräischer Ausruf "So ist es, so sei es".

Anatolika Stichira: Sonntägliche poetische Tropare zu den Luzernariumspsalmen (zum "Herr, ich rufe zu Dir") und Lobpsalmen. Nach ihrem Namen haben sie mit dem Aufgang der Sonne zu tun Christi Auferstehung, Christus als Sonne der Gerechtigkeit).

Anastasima Stichira: Sonntägliche Texte zu den Luzernariumspsalmen ("Herr, ich rufe zu Dir") und zu den Laudespsalmen.

Anavathmi: Stufengesänge, poetische Gesänge zu den Stufenpsalmen in drei oder vier Antiphonen von je drei kurzen Troparen.

Antidoron: Eine Gabe, die für andere dargebracht wird. Es ist ein gesegnetes Brot, das am Ende der Liturgie an alle Anwesenden verteilt wird.

Antimension/Antimins: Bedeutet "anstatt des Tisches". Es ist ein Leinen- oder Seidentuch, auf dem die Grablegung des Herrn abgebildet ist und in das Reliquien eingenähte sind. Es erlaubt die Feier der Liturgie auf einem nicht geweihten Altar.

Antiphon: Einrahmung von Psalmen oder Psalmversen mit Wiederholung eines Psalmverses oder unterbrochen durch kurze poetische Zwischentexte. Dabei ist eigentlich nur der Refrain die Antiphon, obwohl heute meist das ganze Stück als Antiphon bezeichnet wird.

Apodipnon (lat. Komplet): Nachtgebet nach dem Abendessen, auf das die Nachtruhe folgt. Man unterscheidet zwischen dem "kleinen Apodipnon", das normalerweise in den Klöstern gehalten wird, und dem "großen Apodipnon", das vor bestimmten Festen und in der Großen Fastenzeit gelesen wird.

Apolytikion: Bezeichnet ein Entlassungstropar, das am Ende eines Gottesdienstes gesungen wird (z.B. im Orthros und der Vesper). Es ist der Haupt-Wechseltext eines Tages oder Festes.

Aposticha: Tropare, die am Ende des Gottesdienstes biblische Verse einrahmen.

Artoklasia: Segnung von Brot, Weizenkörnern und Öl anlässlich einer Vigil, die im Kirchenschiff vom Zelebranten durchgeführt wird. Mancherorts wird zu Ps. 50 Wein und Brot an die Gläubigen verteilt.

Asteriskos oder Stern: Ein aus zwei metallstreifen bestehendes Kreuz, das an den Enden nach unten umgebogen ist und in dessen Mitte ein Stern hängt. Es schützt die hl. Teilchen des Brotes vor der Berührung mit dem Velum, das sie bedeckt.

Auferstehungshymnus: Hymnischer Gesang, der an Sonntagen und in der Osterzeit nach der Verlesung des Morgenevangeliums gesungen wird.

B

Biblische Oden (lat. Cantica): Neun poetische Gesänge des Alten Testaments, der alttestamentlichen Apokryphen und des Neuen Testaments, die ursprünglich im Orthros rezitiert wurden. Heute werden meist nur noch das Magnifikat und die poetischen Zwischenstücke zu den Oden gesungen. In den Großen Fasten werden an Wochentagen drei, an Samstagen vier Oden vorgetragen.

C

D

Diptychen: Doppelreihige Tafeln mit den Namen der lebenden und verstorbenen Gläubigen, derer in der Liturgie gedacht werden soll.

Diskos: Ein runder, flacher Teller mit einem Fuß, der zur Aufnahme der Teilchen des eucharistischen Brotes dient.

Dogmatikon Theotokion: In der Kleinen und Großen Vesper werden an Sonn- und Festtagen am Schluss der Stichera zu den Luzernariumspsalmen die Mysterien der Fleischwerdung und Wortes Gottes in der Gottesgebärerin dogmatisch präzise, aber in poetischer Form zusammengefasst.

Doxastikon: Ein Tropar, das die Mysterien der Trinität besingt. Meist geht dem Doxastikon das Ehre... voraus.

Doxologie: Lobpreis der Heiligen Dreiheit (in Ekphonesen) am Ende von Gebeten oder Segensformen.

Große Doxologie: Hymnus am Ende des Orthros nach den Lobpsalmen an Sonn- und Festtagen. (Es entspricht in seinem ersten, poetischen Teil dem Gloria der lateinischen Messe)

Kleine Doxologie: Hymnus am Ende des Orthros an Wochentagen und täglich im kleinen und großen Apodipnon. (Es entspricht in seinem ersten, poetischen Teil dem Gloria der lateinischen Messe).

E

Ekphonese: Trinitarischer Gebetsschluss, der vom Zelebranten laut gesungen wird, z.B. am Ende der Ektenien vor dem Amen.

Ektenie: Fürbittgebet, das vom Diakon oder Priester vorgetragen wird. Das Volk trägt das eigentliche Gebet vor mit dem "Herr, erbarme dich".

Enkolpion: Bischofsmedallion, auf der normalerweise die Gottesmutter abgebildet ist. Ursprünglich ist es eine Brustpyxis mit der eucharistischen Reserve, die der Bischof immer zur Hand hatte. Sie heißt auch "Panaghia", d.h. "Allheilige", nämlich die allheilige Gaben und allheilige Gottesgebärerin.

Epiklese: Anrufung Gottes mit der Bitte um das Herabkommen des Heiligen Geistes.

Epigonation: Ein viereckiges, verstärktes Tuch, das Priester an der rechten Seite "über dem Knie" tragen können. Es symbolisiert das geistliche Schwert.

Epimanikien/Armstulpen/Manschetten: Stulpen, die auf den Unterarmen zum Handgelenk hin getragen werden. Sie straffen das Untergewand, damit der Priester oder Diakon mehr Bewegungsfreiheit hat.

Epitrachilion (lat. Stola): Zweitteiliges Tuch, das über den Hals des Priesters gelegt wird und vorne bis zu seinen Füßen reicht.

Euchologion: Das Gebetsbuch des Bischofs oder Priesters, das die wichtigsten gottesdienstlichen Handlungen beinhaltet, z.B. Göttliche Liturgie, die Mysterienhandlungen, Totendienste und Segensgottesdienste.

Evlogitaria: Wörtlich übersetzt bedeuten das "Gesegnet-Gesänge". Auferstehungs-Evlogitaria besingen die Erfahrung der Frauen am Grab in der Osternacht und ihren Lobpreis. Sie werden durch den Kehrvers "Gesegnet bist Du, o Herr, lehre mich Deine Ordnungen" unterbrochen. Die "Evlogitaria der Entschlafenen" werden bei Begräbnissen und im Orthros bei Gedenktagen der Entschlafenen nach Ps 118 gesungen.

Exapostilarion: Das sonntägliche Exapostilarion wird am Ende der Oden gesungen und besteht aus einem Tropar und einem Theotokion. Es bildet den Rückbezug zum Auferstehungsevangelium. Nach den elf Auferstehungsevangelien gibt es auch elf Auferstehungs-Exapostilaria. Es kann in der Großen Fastenzeit und bei bestimmten Festen durch Eigentexte ersetzt werden.

Exonarthex: Ein Hof unter freiem Himmel, der an den Narthex anschließt und von einer Säulenhalle begrenzt wird. Dort durften in der Zeit der öffentlichen Bußpraxis die Büßer und Heiden dem Gottesdienst beiwohnen.

F

 

G

 

H

Hexapsalm: Griechisch von "hexa" - sechs. Am Anfang des Orthros werden sechs Eingangspsalmen (Ps 2, 37, 62, 87, 102 und 142) vom Lektor vorgetragen. Sie sind teilweise bereits im Morgengebet der Synagogen vorgetragen worden und gehören zum ältesten Gut im Morgenamt.

Homilie: Eine textnahe Predigt zum Evangelium oder zu den Apostelbriefen.

Hore: Ein Ausdruck aus dem lateinischen Offizium. Der Begriff wird unterschiedslos für alle Tagzeitengottesdienste gebraucht. In der orthodoxen Tradition unterschiedet man zwischen Stundengebet (Prim (6 Uhr morgens), Terz (9 Uhr morgens), Sext (12 Uhr mittags), Non (15 Uhr), Apodipnon und Mesonyktikon) einerseits und den alten Hauptgottesdiensten zu den Tagewenden (Vesper und Orthros). Die beiden letzten werden nach Möglichkeit täglich gehalten und sind öffentlich. Sie entsprechen den Opferzeiten im Jerusalemer Tempel.

Hypakoi: Sie ersetzt an Sonntagen das dritte poetische Kathisma der Psalmodie des Orthros, an Festtagen steht sie vor diesem. Es handelt sich um kurze Auferstehungstropare in den acht Tönen.

I

Ikos: Der Ikos ist eine Strophe, die zum Kondak gehört und dieses inhaltlich ausführlicher wiedergibt. Zu einem Kondak können mehrere Ikoi gehören, im sonntäglichen Orthros wird aber nur eins gesungen. Wörtlich heißt Ikos "Haus, Szene" und spielt auf den dramatischen Charakter des Kondakiengedichts an: wechselnd vno Szene zu Szene der Leitstrophe (Kondakion) folgt eine Reihe von völlig gleich gebauten Ikoi als Entfaltung des Themas, meist mit einem Akrostichos, also einer fortlaufenden lesbaren sinnvollen Reihe der Anfangsbuchstaben, etwa dem Alphabet. Seit die Kondakien außer Gebrauch geraten sind (bis auf den Akathistos-Hymnos) beschränkt man sich meist auf den ersten Ikos.

Irmos: Der Irmos ist ein Tropar, das in der Melodie und dem Rhythmus den anderen Troparen einer Ode als Modell dient.

J

 

K

Kanon: Der Kanon meint heute meist die Oden, die in den Gottesdiensten gesungen werden. Es sind dies neun, wobei die zweite Ode entfällt. Sie wird nur in der Großen Fastenzeit gelesen, falls sie verfügbar ist. Ursprünglich sind die Oden die "Biblischen Oden", die von poetischen Zwischentexten unterbrochen wurden. Seit dem 7. Jh. verdrängten die Zwischentexte die Biblischen Oden, so dass heute als "Kanon" nur noch die poetischen Zwischentexte übrig blieben.

Kanones: Hiermit ist meist eine Sammlung von Oden gemeint, die zusammengestellt worden sind. So findet sich z.B. in dem sonnäglichen Kanon der Oden der Auferstehungskanon, der Kreuz- und Auferstehungskanon und der Kanon der Allheiligen Gottesgebärerin.

Katechumene: Jemand, der sich auf die hl. Taufe vorbereitet.

Kathisma: Laut der Bezeichung ist das Kathisma ein Stück, bei dem man sich setzten kann. Ein Kathisma bezeichnet eine der 20 Gruppen der Psalmen, in die der Psalter aufgeteilt ist.

Poetische Kathismen: Tropare, die nach einem kleinen Fürbittgebet folgen, z.B. zwischen den Psalmkathismen des Orthros oder zwischen den Oden.

Katavasie: Dies bezeichnet einen Irmos, wenn er an Sonn- und Festtagen am Ende einer Ode wiederholt wird. Die Chöre steigen dabei aus den Stasidien und vereinigen sich in der Mitte der Kirche, was aber heute in der Praxis kaum noch anzutreffen ist.

Kinonikon: Kommunionlied.

Königliches Offizium: Ein Dienst, der die Fürbitte für den Staat, die Gesellschaft und das öffentliche Wohl beinhaltet. Er wird normalerweise vor dem Orthros gehalten und nur vom Lektor gelesen. Er entfällt, wenn eine Vigil gehalten wird.

Kondak: Das Kondak ist ein relativ alter Hymnus, in dem das Heilsmysterium zusammengefasst wird, dessen im Gottesdienst gedacht wird.

L

Laudes: Im Orthros werden die Lobpsalmen 148-150 mit zugehörigen Stichiren als Morgenlob gesungen.

Litia: Die Litia ist ein Fürbittgebet im Narthex am Ende der Vesper vor Sonn- und Feiertagen, wenn an die Vesper der Orthros angeschlossen wird. Während der Prozession des Klerus in den Narthex werden die Litiagesänge gesungen.
Eine zweite Bedeutung der Litia ist das Fürbittgebet für Verstorbene, das nach einem Gottesdienst im Kirchenschiff gehalten werden kann.

Liturgie: Der Begriff bezeichent den Eucharistischen Gottesdienst in Form der Chrysostomusliturgie, der Basiliusliturgie, der Jakobusliturgie, der Liturgie der Vorgeweihten Gaben und der Vesperliturgien an bestimmten Festen.

Liturgikon: Das Buch, das alle Texte und Anweisungen für die Göttliche Liturgie enthält.

Luzernarium: Hiermit ist der erste Teil der Vesper gemeint, bei dem das Licht hereingetragen wird. Die Prozession mit dem Licht wird vorbereitet durch das Lesen der Luzernariumsgebete durch den Priester und das Singen und Rezitieren der Luzernariumspsalmen (Ps 140, 141, 129, 116). Den Abschluss bildet der Abendhymnus "Heiteres Licht".

M

Makarismen: Hiermit werden die Seligpreisungen bezeichnet (Mt. 5, 1-12). Sie finden meist als dritte Antiphon der Liturgie und in den Typika und an weiteren Stellen.

Megalynarion: Der Begriff bezeichnet den Anfang des Magnifikats "Hochpreise meine Seele den Herrn...", er kann aber auch die Stichera der 9. Ode bezeichnen und ebenso das wiederkehrende Tropar "Würdig ist es in Wahrheit... Die du geehrter bist als die Cherubim...".

Mesonyktikon: Mitternachtsgebet, das meist nur noch in Klöstern gehalten wird.

Metanie: Der Begriff meint Buße und Umkehr. Praktisch ist die Metanie ein Gestus, der Reue und die Bitte um Verzeihung der Sünden zum Ausdruck bringt. Man unterscheidet eine "Große Metanie", die einen Kniefall bezeichnet, bei dem die Stirn den Boden berührt, und eine "Kleine Metanie", bei der man sich so weit verneigt, dass die rechte Hand den Boden berühren kann.
An Sonn- und Feiertagen werden normalerweise keine großen Metanien in der Kirche gemacht, auch nicht nach dem Empfang der Kommmunion.

Minäen: Die Minäen sind die sog. Monatsbücher, die die liturgischen Texte für jeden Tag des Jahres mit festem Datum beinhalten.

Morgenevangelium: Es ist das Evangelium, das an Sonn- und Feiertagen im Orthros nach der Psalmodie des nächtlichen Psalmengebets verkündet wird. An den meisten Sonntagen ist es eins der elf Auferstehungsevangelien.

N

Narthex: Der Kirchenraum ist ursprünglich in drei Bereiche gegliedert, in die Vorhalle (Narthex), in das Kirchenschiff (Naos) und in den Altarraum (Ierateion). Im Narthex hielten sich früher die Katechumenen und die Büßer auf, die nicht an den Mysterien teilnehmen konnten.

Neumen: Bezeichnung der griechischen Notenschrift.

O

Oktoich: Das Buch der "Acht Töne". In ihm finden sich die Wechseltexte für Vesper, Mitternachtsgebet, Orthros und die Liturgie in den acht Tönen.

Omophorion: Das kleine Omophorion wird dem Bischof über die Schultern gelegt und fällt nach vorne hin herab. Das große Omophorion wird auf der Brust des Bischofs umgeschlagen und das eine Ende fällt auf der linken Seite des Bischofs auf dem Rücken herab.

Orarion: Stola des Diakons.

Orologion: Buch mit den Texten und Abläufen für die Stundengebete.

Orthros: Gebetszeit bei Sonnenaufgang, die aus dem nächtlichen Psalmengebet, den Oden mit dem Kanon der Oden und der Laudes besteht.

P

Pannychida (sl.) oder Parastasis (gr.): Totengedenken.

Paramonie: Gottesdienst vor ausgewählten hohen Festen, bei der die Vesper durch mehrere alttestamentliche Lesungen ergänzt wird und mit der Basiliusliturgie verbunden ist. Daran anschließend folgt der Orthros.

Parathronion: Sitz des Bischofs im Mittelschiff, meist an einer Säule der Zentralkuppel.

Pentekostarion: Zeitraum von Ostern bis zum Sonntag nach Pfingsten.

Phelonion: Obergewand des Priesters.

Photagogika: Es sind Gesänge, die Christus als das Licht der Welt besingen. Sie ersetzen in den Großen Fasten die Exapostilaria.

Polyeleos: Drittes Psalmenkathisma des nächtlichen Psalmengebetes mit dem Kehrvers "...denn ewig währet Sein Erbarmen.".

Prokimenon: Das Prokimenon besteht meist aus zwei Psalmversen, die der Lesung des Apostels vorangestellt sind.

Prothesis: Ein in der Nordapsis stehender Tisch, der für die Bereitung der Hl. Gaben und das Verzehren der restlichen Hl. Gaben nach der Liturgie bestimmt ist.

Proskomedie: Bereitung der Opfergaben vor der Liturgie.

Prosphore: Ein kleines rundes, zweiteiliges Brot, aus dem Teilchen entfernt werden, die dann während der Liturgie konsekriert werden.

Q

 

R

 

S

Sakko: Obergewand der Bischöfe.

Solea: Erhöhter Treppenabsatz vor der Ikonostase.

Stasis: Der Begriff hat unterschiedliche Bedeutungen. Ein Psalmenkathisma wird in drei Teile aufgeteilt, wovon jeder Teil eine Stasis ist.

Stasidien: Seitenbänke im Kirchenschiff mit hohen Rückenlehnen und aufklappbaren Sitzflächen.

Stavro-Theotokion: Ein Tropar, das die Gottesmutter besingt und dabei des Kreuzes gedenkt.

Sticharion: Untergewand des Priesters.

Stichiron: Ein Tropar, das zwischen Psalmversen eingefügt wird.

Synaptie: Kleine Ektenie.

Synaxarion: Ein Verzeichnis von Feiertagen der Heiligen mit kurzen Viten.

T

Theotokion: Ein Tropar, das die Fleischwerdung Gottes durch die Gottesgebärerin besingt.

Triadikon: Tropar zum Lob der Hl. Dreiheit.

Triodion: Bezeichnung der Sammlung der Eigentexte der Großen Fasten und Bezeichnung des Kanons mit nur drei Oden, wie er in den Großen Fasten gesungen wird.

Trisagion: Es ist Anbetung und Bekenntnis in der Form: "Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser."

Tropar: Eine poetische Strophe mit unterschiedlichem Inhalt.

Typikon: Buch mit genauen Anweisungen für den Ablauf und die Zusammenstellung aller Gottesdienste des Jahres.

Typika: Eine Gottesdienstordnung, die gelesen werden kann, wenn keine Liturgie gehalten werden kann. Im engeren Sinn bezeichnet der Begriff die drei Antiphonen der Liturgie.

U

 

V W

Vesper: Abendgottesdienst, der nach Möglichkeit bei Sonnenuntergang gebetet wird. Man unterscheidet zwischen der Kleinen und der Großen Vesper, die sich z.T. ergänzen. Die Kleine Vesper wird nur noch selten in Klöstern gehalten.

Vigil: Der Begriff bezeichnet eine sog. Nachtwache, die aus der Vesper mit Litia und dem anschließenden Orthros besteht, an den sich wiederum die Prim anschließt.

Velum: Tuch, das die hl. Gaben bedeckt.

X Y Z

Zeon: Gefäß, das heißes Wasser enthält, das vor der Kommunion in den Kelch gegossen wird. Das warme Wasser versinnbildlicht den Glauben des Volkes.

 

 

 


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